"Kann ich die Welt und meine Umgebung verändern?"
Bettina Lomens Grußwort zum Fahrradwettbewerb, 13.03.2009:
"Die Welt ist mir zu groß und zu weit. Ich konzentriere mich auf meine Umgebung. Meine Umgebung, in der ich etwas verändern kann, ist meine Familie und berufliches Umfeld. Ich bin Berufsschullehrerin
und Trainerin in der Erwachsenenbildung. Stellen Sie sich vor Ihrem geistigen Auge vor: Wie haben Sie etwas verändert? Bäume gepflanzt? Bilder gemalt bzw. Räume gestaltet? Etwas entwickelt oder
erfunden? Menschen zu etwas motiviert?
Würden wir alle Ihre „Taten“ nebeneinander stellen, könnten wir feststellen, dass das, was wir verändern können, nach der Begabung des Einzelnen sehr unterschiedlich ist: mal auf Gegenstände, mal auf
Menschen bezogen. Meine Möglichkeiten, an Veränderung mitzuwirken, ist die Arbeit mit Menschen. Dabei ist für mich verändern nicht anders machen, sondern wie im Baukastensystem: auf das Vorhandene
aufbauen. Wo und wie habe ich Veränderung, durch meine Initiativen hervorgerufen, erleben dürfen? In meinen Schülern beobachte ich, dass ich Rüstzeug vermitteln und Kräfte wecken kann.
Welches sind meine schönsten Erfahrungen?
- Schüler, die ihren Umgang miteinander und die Form, wie sie miteinander sprechen, verändern;
- Schüler, die ihre Fähigkeiten verändern im persönlichen Auftreten und in der Vortragstechnik;
- Projekte, bei denen ich die Gelegenheit bereitet habe, für andere etwas zu tun: Helft Bosnien, Verein intensiv-medizinisch versorgte Kinder, Tschernobylkinder.
Bei meinem Training erlebe ich, dass Teilnehmer ihre Mitarbeiter als Team entwickeln, Konflikte lösen, anstatt sie eskalieren zu lassen, sicher reden und präsentieren sowie ihre Organisation
verändern. Ich hatte in unserer Arbeitsgemeinschaft Zukunftsinitiative die Idee, im Hinblick auf Fahrradmobilität Kinder und Jugendliche anzusprechen. Das Motto lautet: Er-fahren (Herz, Gehirn),
R-Fahren (Fahrrad).
Die Projektgruppe rund um Prof. Holzapfel und Herrn Otto hat die Grundlagen geschaffen, an Veränderung rund ums Thema Fahrrad mit zu arbeiten bzw. mitzuwirken. Jetzt liegt es bei Ihnen, die Chance zu
nutzen, das Projekt an Ihre Schule zu tragen und mit Ihren Schülern die Frage klären: „Kann ich die Welt und meine Umgebung verändern - und zwar mit dem Fahrrad?“
Für mich sind dabei folgende Schritte bzw. Grundgedanken wichtig:
1. „Nichts geschieht, ohne dass ein Traum vorausgeht.“ (Carl Sandburg)
2. Die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
3. Der Blick in die Umgebung.
4. Was wollen wir als Gruppe anders machen? Wie wollen wir uns in der Gruppe verändern?
Ich bin davon überzeugt, dass auch Sie etwas verändern werden - und freue mich auf die Ergebnisse der Aktiven!
Ihre Bettina Lomen."
(Rede zur Eröffnung des Wettbewerbs in der Carl-Schomburg Schule am 13.03.2009,Zukunftsinitiative Nordhessen, 11.03.09) >> Zur Auftaktveranstaltung
